Akram Mutlak

Der 1964 in Leipzig geborene Künstler absolvierte in den 1980er Jahren zunächst eine Ausbildung zum Dekorateur/Dekorationsbauer an den Städtischen Theatern Leipzig. Nach seinem Studium an der HSfMT in Leipzig folgten zahlreiche Studienaufenthalte im Ausland und die Aufnahme in den Verband Bildender Künstler Leipzig. Seither sind seine Arbeiten regelmäßig in Einzel- und Gruppenausstellungen vor allem in und um Leipzig zu sehen.

 

Akram Mutlak hat seinen Schwerpunkt im Bereich der figürlichen Malerei bzw. der Porträtmalerei. Besonders häufig treten in seinen Bildern theaterszenische Momente auf. Er stellt dabei Theater- und Tanzszenen in allen Varianten dar. Porträts fertigt er im Auftrag und im Selbstauftrag an.

Woher die Einflüsse auf seine Arbeiten kommen – meint er selbst – wird immer erst später deutlich. Letztlich fließt ein was ihn interessiert – unterbewusste Eindrücke genauso wie erlebte Momente. Es war sein Großvater Herbert Geier (1910-2004), welcher ihn mit der Malerei in Kontakt brachte und ihn in die Grundlagen einführte. Erst später wurde Akram bewusst, welchen Einfluss der Austausch über die Arbeit des Großvaters in Form von Briefen auf sein Verständnis von Kunst hatte. Besonders deutlich wurde dies zum ersten Mal während einer Ausstellung 2008 in der Carl Lohse Galerie in Bischofswerda, wo er zusammen mit ihm ausstellte. Der Kunstmaler Herbert Geier wurde in seiner Arbeit stark durch die Dresdner Schule (Otto Gußmann, Fred. Dorsch etc.), welche die Farbe als Ausgangspunkt der Malerei betrachteten, beeinflusst. Akram schafft es in seinen Werken das Narrative der Leipziger Schule, welche ihrerseits von Form und Erzählung ausgeht, mit dem Primat der Farbe zu vereinen.

Ursprünglich wollte Akram Bühnenbildner oder Kino-Plakatmaler werden. Seine Ausbildung zum Dekorateur hatte letztlich dann doch einen ganz praktischen Nutzen für seine heutige Arbeit, zum Beispiel beim Bespannen und Grundieren der Leinwände. Ohnehin geht er davon aus, dass eine handwerklich solide Ausbildung Grundlage für die Malerei ist.

Warum sich Akram für seine Studienaufenthalte die Kunstmetropolen Paris und Wien aussuchte, wird für Jedermann nachvollziehbar sein. Seine Studienreisen nach Portugal stechen hingegen heraus. Während dieser Zeit beschäftigte sich Akram beinahe ausschließlich mit Landschaftsmalerei und so entstanden unter dem Einfluss des rauen Klimas und der salzigen Luft zahlreiche Aquarelle.

Es fällt Akram nicht schwer zu erklären, warum er sich für das MONOPOL als Arbeitsplatz entschied. Einerseits war er gezwungen sein altes Atelier in Leipzig-Wahren zu räumen, da das Gebäude den Eigentümer wechselte, andererseits erkannte er das Gelände des MONOPOL schnell als einen ausbaufähigen Ort mit Potenzial. Als er im Februar 2012 als erster Maler in das Haus 4 einzog, war noch nicht viel von der heutigen Atelierstruktur zu erkennen, nach und nach formte sich jedoch eine künstlerische und produktive Gemeinschaft.

Im Moment arbeitet Akram an einer „Totentanz-Serie“, wobei zahllose Zeichnungen als Grundlage für Radierungen dienen. Am 13. November 2015 beteiligte sich Akram Mutlak mit einer Radierung aus eben dieser Serie an einer Kunstauktion des Tapetenwerkes, welches die Erlöse für einen guten Zweck sammelte.

Akram Mutlak: Paar vor grauem Bild, Öl auf Leinwand, 120 x 100 cm, 2014 www.akrammutlak.de
Akram Mutlak: Melancholia, Öl auf Leinwand, 50 x 40 cm, 2015 www.akrammutlak.de
Akram Mutlak: Tanz XXXII, Radierung, 12 x 15 cm, (Serie 2015) www.akrammutlak.de
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