Christoph Raiber

Christoph Raiber ist freiberuflicher Ziseleur. Nachdem er im Leipziger GRASSI Museum im Bereich Metallrestaurierung gearbeitet hatte, lernte er sein Handwerk in einer Kunstgießerei in Dresden. Vieles brachte er sich autodidaktisch bei und inzwischen arbeitet er als freier Künstler. Christoph nimmt zudem Auftragsarbeiten an und setzt diese in seiner Gießerei im Monopol um.

Christoph Raibers Weg zum Metall begann mit einem Praktikum in der Grafikdruckwerkstatt des WERK 2. Die Auseinandersetzung mit Kupferstichen und Radierungen prägten ihm erste Erfahrungen, die eng verwandt, mit seiner späteren Tätigkeit als Ziseleur, sind.

Dem Werkstoff Metall verfiel er jedoch erst bei seiner anschließenden Tätigkeit im GRASSI Museum. Unter den strengen Augen des Chefrestaurators Christian Jürgens absolvierte er hier ein langes Praktikum in der Metallrestaurierung.

Ein paar Jahre später, während seiner dreijährigen Ausbildung, in Dresden, erlernte er den inzwischen recht unbekannten Beruf des Ziseleurs. Die Lehrjahre in dem kleinen Betrieb gestalteten sich so, dass er Einblick in jeden Bereich bekam und alle Abläufe kennenlernte. Durch seinen persönlichen Anspruch und die ihm übertragene Verantwortung, ermöglichte diese Arbeit es ihm, seine Fähigkeiten weiter auszubauen. Inzwischen fasst der Autodidakt das Können einer ganzen Kunstgießerei in einer Person.

Der Standort Leipzig hat für den gebürtigen Leipziger, neben Kunst und Kultur, selbstverständlich auch eine ganz persönliche Bedeutung. Vor seiner Ausbildungszeit verbrachte Christoph vier Semester in Erfurt. Hier studierte er Landschaftsarchitektur, bemerkte aber schnell, dass die Arbeit im Büro nicht seinen Vorstellungen entspricht.

Durch den Leipziger Bildhauer Olaf Teichmann, der in Dresden einige seiner Arbeit hat gießen lassen, kam der Kontakt zum Monopol. Die mit ihm befreundeten Künstler, Markus Petersen und Frank Hauptvogel, hatten bereits ihren Arbeitsplatz in der Haferkornstraße 15 in Leipzig-Eutritzsch und so dauerte es nicht lang, bis auch Christoph im April 2014 einzog. Abgesehen davon, dass es in Dresden keinen Raum gab, der den Anforderungen und preislichen Vorstellung Christophs entsprach, waren es vor allem die kreative Gemeinschaft, die ihn zum Monopol zog. Der künstlerische Anspruch und die inzwischen angewachsene Gemeinschaft freischaffender Künstler war ausschlaggebend.

Seine eigene Arbeit beschreibt Christoph selbst als noch im Entstehen begriffen. Er trägt dazu bei, ein fast ausgestorbenes Handwerk neu zu beleben. Er macht sich dabei frei von Vorbildern und Klischees. Sein Ziel ist es unvoreingenommen eigene und neue Formen zu schaffen.

Wenn Christoph Auftragsarbeiten ausführt, läuft das ganz klassisch ab. Nach einer Anfrage werden Ideen besprochen und anschließend umgesetzt. Es ist schwierig Arbeitszeit und Aufwand einer durchschnittlich großen Ausführung zu verallgemeinern, aber wenn man als Künstler von Christoph eine mittelgroße Plastik gegossen haben möchte, muss man dafür ca. einen Monat einplanen.

Im Moment arbeitet er zeitgleich an verschiedenen Aufträgen und hat wenig Zeit für eigene Arbeiten. In naher Zukunft möchte er eine kleinformatige Portrait-Serie verwirklichen.

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Christoph Raiber - Bronzeguss
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