Kay Brudy

Kay Brudy begann seine künstlerische Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Basel und studierte in den 1990er Jahren in Essen Bildende Kunst und Englisch. Der ehemalige Assistent von Rémy Zaugg begann 2000 seine Tätigkeit als Kunstpädagoge. 2015 wurde er zum Mitgründer der Galerie bipolar auf dem MONOPOL-Gelände.

Der Maler, Grafiker und Fotograf Kay Brudy arbeitet in der Regel seriell. Seine Arbeiten entstehen also als teilweise abgeschlossene, teilweise offene Werkgruppen. Diese sind häufig Auseinandersetzungen mit seiner Lebenswelt und/oder der eigenen Biografie. Konkrete Motive, auf die er sich beschränkt, sind schwer einzugrenzen, da es zu viele Themen gibt, die ihn interessieren. Was seine Serien (bspw. Schulblätter, Urban Studies oder Fenster) gemeinsam haben, ist dass diese so lange nicht abgeschlossen sind, bis sich Kay an ihnen „abgearbeitet“ hat.
Über eine lange und intensive Zeit hinweg arbeitete Kay Brudy in Basel als Assistent für den Konzeptkünstler Rémy Zaugg. Hierbei übernahm er anfangs vor allem handwerkliche Tätigkeiten, wie das Bespannen und Grundieren von Leinwänden. Sein Interesse war groß und so übte er später auch anspruchsvollere Aufgaben aus und lernte u. a. alles über den Siebdruck. Mit der Zeit entwickelte er sich zur rechten Hand Zauggs und half nicht nur direkt beim Drucken oder Retuschieren, sondern auch bei der Konzeption von Ausstellungen. In den insgesamt 14 Jahren entwickelte sich eine intensive Beziehung und so ist es nicht verwunderlich, dass Rémy Zaugg Kay Brudy in seinem Werk stark beeinflusst hat. Die Synthese aus Schrift und Bild, sowie das serielle Arbeiten sind fester Bestandteil davon. Vor allem aber versucht Kay mit ähnlicher Konsequenz wie der Lehrmeister, Ideen auszuführen und abzuschließen.
Nach Leipzig hat es Kay – neben privaten Gründen – besonders aufgrund der großartigen Kunstszene verschlagen. Über eine Internetanzeige war er auf das MONOPOL aufmerksam geworden und seit September 2014 wirkt er hier. Neben der Gestaltung des Ateliers im allgemeinen interessierte ihn die unkonventionelle Umgebung – das MONOPOL als Ort zum Leben und Arbeiten.
Zur Zeit arbeitet Kay wieder vermehrt plastisch, was er während seines Studiums fast ausschließlich getan hat. Er experimentiert mit der Kombination verschiedener archaischer Materialien wie Holz, Ton oder Eisen und dokumentiert deren Aufeinanderprallen mit moderner Videotechnik.
Nachdem in den letzten Wochen hauptsächlich konzeptionelle und organisatorische Arbeiten im Vordergrund standen, läuft derzeit in der Galerie bipolar die heiße Phase für die Wiedereröffnung nach der Winterpause – die ersten drei Ausstellungen sind bereits terminiert.
Neben der Galeriearbeit und der Lehrtätigkeit hätte Kay selbstverständlich gerne mehr Zeit für seine eigenen künstlerischen Arbeiten – weitere Ausstellungen in Leipzig sind allerdings schon geplant.

Kay Brudy - Collage
Kay Brudy - Refelexionen über Schulblätter
Kay Brudy - Urban Studies
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