Maxi Einenkel & Alexia Stern

Unter dem vielsagendem Namen „Kunst&WERK Restaurierung“ sind die beiden freiberuflich tätigen Diplom-Restauratorinnen Maxi Einenkel und Alexia Stern in ihrem Atelierraum auf dem MONOPOL-Gelände anzutreffen. Nach ihrem Studium in Dresden gründeten sie 2013 ein Gemeinschaftsatelier, das auf die Restaurierung von Leinwandgemälden und gefassten Holzobjekten spezialisiert ist.

Interessierte können sich unter dem Berufsbild des Restaurators oft nur vage etwas vorstellen. Betritt man das Atelier, bleibt der Blick sofort auf den drei alten Apothekerschränken haften, in dessen Glasvitrinen sich allerlei Behälter und Flaschen mit Naturharzen, Lösungsmitteln, Pigmenten und Blattgold befinden. Auf dem Arbeitstisch vor den großen Atelierfenstern ist ein Mikroskop aufgebaut, daneben liegen griffbereit feine Pinsel, Wattestäbchen, Pinzetten und ein Skalpell.

„Viele glauben, dass wir Restauratoren ein Kunstwerk wieder in seinen ursprünglichen Originalzustand zurück versetzen. Äußere Einflüsse, Eingriffe oder Beschädigungen hinterlassen jedoch immer Spuren am Objekt. Diese werden ein Teil seiner Geschichte und sind ohne erneute Eingriffe meist nicht zu beseitigen. Das Anliegen des Restaurators ist in erster Linie der Schutz und die sachgerechte Bewahrung des Kunst- und Kulturgutes. Dabei versuchen wir die originale Substanz weitmöglichst zu erhalten und die Kunstwerke samt ihrer Geschichte wieder erlebbar zu machen.“

Dies setzt fundierte wissenschaftliche und praktische Fachkenntnisse voraus. Die beiden Restauratorinnen lernten sich während ihres Studiums der Kunsttechnologie, Konservierung und Restaurierung von Kunst- und Kulturgut an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden kennen. Die Hochschulausbildung umfasst neben dem Kernfach der Konservierungswissenschaft ebenso natur- und geisteswissenschaftliche sowie künstlerische Elemente. Der Restaurator muss später in der Lage sein, fachübergreifend mit Spezialisten angrenzender Arbeitsgebiete wie Naturwissenschaftlern, Kunsthistorikern oder Architekten zusammen zu arbeiten. Dem entsprechend haben sich neben der Gemälde- und Holzrestaurierung weitere spezialisierte Fachbereiche herausgebildet wie die Papier-, Wand-, Textil- oder auch Metallrestaurierung.

Für das nach dem Studium gegründete Gemeinschaftsatelier fanden sie 2015 die passenden Atelierräumlichkeiten in Leipzig. Neben Größe und Lichtbedingungen überzeugten sie im MONOPOL vor allem der Charme des alten Industriegeländes sowie die Idee eines gemeinschaftlich genutzten Lebens- und Arbeitsraumes.

Auftraggeber sind neben Privatpersonen vor allem Museen, Kirchen, Schlösser und Denkmalpflegeämter. Neben der Bearbeitung eines Objektes in den eigenen Atelierräumen, werden die beiden Restauratorinnen auch regelmäßig mit externen Projekten wie der Konservierung eines Kirchenaltares oder Wartungs- und Reinigungsarbeiten in Schlössern und Museen vor Ort betraut.

Zusätzlich haben sich die beiden auf die Untersuchung historischer Maltechniken und die Anfertigung von Gemäldekopien spezialisiert.

Aktuell sind sie mit der Konservierung und Restaurierung mehrerer Altäre einer bayrischen Dorfkirche beschäftigt, im Sommer folgen Arbeiten an zwei großformatigen Leinwandgemälden aus Schloss Wörlitz. Längerfristig können Restauratoren ihre Auftragslage selten planen, es bleibt daher zum Anfang einer jeden Arbeitsperiode spannend.

Maxi Einenkel & Alexia Stern
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